
Ab 1971
Einzelausstellungen von Collagen und Materialbildern in Winterthur, Zürich, Bern, Genf, Brugg, Eglisau und andern Orten in der Schweiz.
Verschiedene künstlerische Raumgestalt-ungen, sog. Installationen in Italien.
Teilnahme an Gruppenausstellungen in der Schweiz, in Deutschland und in Italien.
Teilnahme an verschiedenen Kunstmes-sen und am Prix de Rome.
Seit 1976
lebt und arbeitet der Künstler in Italien. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er auch noch erfolgreicher Landwirt, Musiker, Schriftsteller und Lehrer.
Die in Italien entstehenden Werke waren anfänglich alle der „arte povera“ zuzurechnen, wobei der Künstler aber seinen eigenen, originellen Weg beschritt und dabei seine persönliche Sprache und seinen unverkennbaren Stil entwickelte.
In seinen Collagen der späten 80er Jahre wird Widmers Bildsprache auffallend bunter.
Um 1990 beginnt er mit Acrylfarben zu malen und lässt dabei sein umfangreiches Wissen um Farbpsychologie und Farbanthropologie gekonnt in seine Werke einfliessen.
Viele seiner Werke sind von der Musik beeinflusst, denn für ihn ist Kunst eine Art Musik und die Musik inspiriert ihn stark bei seinem bildnerischen Schaffen.
Neuere Einzel - Ausstellungen fanden in der Schweiz, in Italien und in Deutschland statt.
Aus der unwahrscheinlichen Schaffenskraft des Künstlers gingen in den ver-gangenen Jahren neben einer sehr grossen Zahl von Kunstwerken, eine Reihe von Kurzgeschichten, Musikbearbeitungen und kunsttheoretischen Schriften hervor. Aber dabei dürfen der hervorragende Wein und das köstliche Olivenöl, die er mit viel Liebe auf seinem kleinen Bauernbetrieb produziert, nicht vergessen werden.
Dem Betrachter mag auffallen, dass die Werke in der Regel keine Titel tragen. Das begründet der Künstler damit, dass er das Irrationale, das im Grund „Unbeschreibbare“ eines ungegenständlichen Kunstwerkes nicht mit einem einzigen Wort, dem Bildtitel, „beschreiben“ will, denn ein Wort stellt sofort ganz persönliche Assoziationen her, die sich nicht unbedingt mit dem aktuellen Bild vertragen. Das Bild soll ganz einfach die Sinne „ansprechen“ durch seine Formen, Farben und seinen Aufbau, ohne „erhaben feierliches Gerede“ und ohne „geheimnisvoll tiefsinnigen Titel“.
Und, wer sich in eines der hier gezeigten Werke verlieben sollte, kann es käuflich erwerben und ihm dann selber einen Namen oder einen Titel geben und wird dabei bald merken, wie viele Gesichter ein Bild haben kann, je nach Lichtverhältnis, Tageszeit und je nach persönlicher Stimmung und Laune.